Nouakchott → Kiffa → Nioro → Bamako

Nach Nouakchott wurden uns wieder Soldaten als Begleitschutz angeboten, was wir dankend annahmen. Wir haben dann mit ihnen vor Kiffa bei einer Polizeistation unser Lager aufgeschlagen. Nach Kiffa war die Straße dann wieder so schlecht, dass am Ssan Yong nochmals die Achse brach. Während die Rallye-Mechaniker den Wagen reparierten, nutzten die anderen die Gelegenheit, Spenden in einer armseligen Zeltsiedlung zu verteilen. Hier kam vermutlich nie jemand vorbei und so freuten sich die Bewohner besonders über die Geschenke.

Vor dem Grenzübergang am Abend gab es endlose Streitereien. Es ist ein gefährliches Gebiet und man sollte nachts nicht fahren. Der Begleitschutz blieb zurück, so dass wir alleine weiter mussten. Es war ca. 19:00 Uhr und dunkel. Es stellte sich die Frage, Lager aufschlagen oder es zu wagen, nachts beide Grenzen zu überqueren. Die nächste Stadt in Mali war ca. 80 km entfernt. Wir haben es dann doch probiert.

Ausreise Mauretanien war kein Problem. Als wir dann endlich in Mali waren, waren wir so fertig, dass wir ohne anzuhalten beim Zollhof durchrollten. Wir hofften, dass es gut geht. Wir staubten den gesamten Zoll ein und fuhren einfach durch den Zollhof, drehten eine Ehrenrunde um die Fahne und fuhren langsam wieder raus. Der Zollchef kochte vor Wut und schickte uns die Polizei hinterher. Die Polizei stoppte uns und brachte uns zurück in den Zollhof. Der Zoll beschlagnahmte alle Autos und der Chef vom Zoll schrie höhnisch: „Ihr bleibt alle heute Nacht hier im Zollhof stehen und morgen werden wir sehen wann ich Zeit habe“. Ein paar Stunden später bereute er es bitter. Wir fingen zum Kochen an, machten ein paar Flaschen Wein auf und wurden immer lustiger. Die Gitarre kam raus und wir fingen zum Singen an. Die Zöllner hatten noch ein Problem. Es gab keine Toiletten, so dass wir den Zollhof benutzten. Auf einmal bekamen wir ganz schnell die Papiere. Sie wollten uns los haben.

Mitten in der Nacht fuhren wir los und campten ein paar Meter weiter vor der Polizeistation. Am nächsten Morgen ging es weiter. Nach dem Alkoholverbot in Mauretanien freuten wir uns endlich wieder kaltes, frisches Bier zum leckeren Grillfleisch zu bekommen. Wir fuhren dann in die Savanne in ein total abgelegenes Dorf und spendeten große Teile unserer Ausrüstung. Die Einwohner waren fassungslos, was wir alles für sie dabei hatten und weiter ging es Richtung Bamako. Kurz vor Bamako spendeten wir dann alles, was wir noch hatten. Gesund und glücklich kamen alle am 8.1. in Bamako an.

[weitergeleitet von Dominic Adams]

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