Schluß

Heute nachmittag sind die beiden Letzten heimgeflogen. Einer bleibt noch in Westafrika und wird die Überlandroute zwischen Bissau und Dakar über Ziguinchor und durch Gambia erkunden, um für nächstes Jahr mehr Auswahl zu haben.

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Schluß — 7 Kommentare

  1. Gestern bin ich von Bissau nach Ziguinchor mit dem Taxi gefahren. Die Straße war größtenteils in gutem Zustand und die Kontrollen hielten sich in Grenzen. Heute habe ich Cap Skirring am Atlantik besucht. Europaflüge gibt es nur nach Paris mit einer Zwischenlandung in Dakar. Die Straße hierher war sehr gut. Lebendiges Touristendorf mit vielen Unterkünften in allen Preislagen und viel Unterhaltung; sehr flacher Sandstrand.

  2. Heute habe ich mich den ganzen Tag auf dem Casamence-Fluß und seinen Nebenarmen herumgetrieben. Eigentlich ist es eine sehr tiefe Meerebucht, denn das Wasser ist stark salzig. Hiobsbotschaft: Die Grenze zu Gambia ist wegen Devisen- und Verkehrsstreitigkeiten seit 2 Tagen geschlossen und keiner weiß, wann sie wieder geöffnet wird.

    • Die geschlossene Grenze war ein Gerücht aus verengtem Blickwinkel:
      senegalesische Taxifahrer bestreiken die Durchfahrt, weil sie Fähren über den Gambia-Fluß nicht in Dalasi bezahlen dürfen. Heute Vormittag will ich versuchen, bis Banjul zu kommen.

      Nachtrag 22h WEZ:
      Natürlich bin ich durchgekommenm, musste allerdings nach der Grenze umsteigen. Habe einen Linienbus von Jiboro (nahe der Grenze bei Séléti) bis Banjul genommen, der zwar billig aber auch langsam war. Das genannte Gerücht scheint aber trotzdem einen wahren Kern zu haben, denn angeblich war die Grenze wegen Massenansturm tatsächlich 2 Tage geschlossen.

      Ähnlich wie in Ziguinchor heften sich europäisch ausschauenden Fremden auf Schritt und Tritt selbsternannte Führer und Helfer an die Fersen. Die Hotels verwenden die britschen Steckdosen; um meine Akkus alle zu laden mußte ich noch einen Adapter kaufen. Morgen hat auch noch der Staatspräsident Geburtstag; das Geschäftsleben, wird aber normal ablaufen.

    • In Gambia kriegt man (im Gegensatz zu Senegal) Internet über die Mobilfunknetze. Man muß sich dazu allerdings mit Ausweisdokument registrieren lassen, während Telephonieren und SMS auch anonym geht. Letzte Nacht hatte ich in der Hauptstadt tatsächlich ein sauberes, schnakenfreies Hotelzimmer mit warmem Wasser um 10€ gefunden.

    • Fähre über den Gambia zwischen Banjul und Barra; sie nimmt 2 LKW und 12 PKW auf. Überfahrtszeit 1 Stunde; Zyklus mit Abfertigung 3-4 Stunden. Für Autokonvoi also völlig ungeeignet; man nimmt besser die „Transgambienne“. Der Gambia ist wie der Casamence eine sehr tiefe Meeresbucht mit Brackwasser weit hinauf.

    • Gestern Nacht bin ich nach langer Fahrt in Dakar angekommen und habe mich in Yoff nahe dem Flughafen einquartiert. Die Straße von Barra bis zur Grenze war gut, die Fortsetzung nach Kaolack aber zu großen Teilen schlecht, ebenso das erste Drittel nach Mbour. Vor Dakar gab es dann sogar etliche Kilometer mautpflichtige Autobahn. In Gambia bin ich zum ersten Mal auf dieser Reise vollständig und zeitraubend gefilzt worden: Leibesvisitation und Gepäck komplett zerlegt. Es war aber nicht etwa der Zoll an der Grenze (dort ging alles sehr schnell), sondern die Drogenfahndung in Barra nach Verlassen der Fähre.

    • Dakar war nicht so schrecklich, wie mir allerlei warnende Stimmen eingeflüstert hatten. Ganz im Gegenteil: ich würde nicht zögern wieder zu kommen.

      Das Preisniveau ist leider höher als anderswo, aber es gibt funktionierenden öffentlichen Nahverkehr. Hat man die Taxipreise erst mal geschnallt, so wird man auch nicht mehr arg ausgenommen. Die Anmache herbeieilender „Freunde“ empfand ich in Banjul und in Ziguinchor als wesentlich dreister. Mag sein, daß meine Abwehrhaltung von vorneherein so stark war, daß sie es gleich seinlassen haben. Einer hat mich allerdings trotzdem 1 Stunde gekostet: er behinderte mich so stark, daß ich 6 Minuten zu spät zur Gorée-Fähre um 16 Uhr kam und bis 17 Uhr warten mußte.

      Morgen um 2 Uhr (also kommende Nacht) geht es weiter nach Lissabon, wo ich 10 Stunden Aufenthalt ohne Mehrpreis herausschlagen konnte.

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